Eklampsie (Milchfieber) bei der Hündin
Ein akuter Notfall nach der Geburt
Die Eklampsie beim Hund, auch Milchfieber genannt, ist ein plötzlich auftretender, lebensbedrohlicher Notfall, der meist nach der Geburt von Welpen auftritt. Besonders häufig betroffen sind Hündinnen in der intensiven Säugephase.
Ursache ist eine akute Störung des Calciumhaushaltes, wenn der erhöhte Bedarf durch die Milchproduktion nicht mehr ausgeglichen werden kann.
Wann tritt Eklampsie bei Hunden auf?
Eklampsie zeigt sich typischerweise:
- in den ersten Tagen bis Wochen nach der Geburt
- häufig zwischen der 2. und 4. Woche der Säugezeit
- bei großen Würfen
- bei kleinen bis mittelgroßen Hunderassen
- bei Hündinnen mit starker Milchleistung
Die Erkrankung entwickelt sich oft sehr schnell und kann sich innerhalb weniger Stunden zuspitzen.
Symptome der Eklampsie (Milchfieber)
Die Anzeichen können zunächst unscheinbar sein und rasch stärker werden.
Frühzeichen:
- Unruhe, Nervosität
- starkes Hecheln
- Zittern
- erhöhte Anspannung
Fortgeschrittene Symptome:
- Muskelzuckungen oder Krämpfe
- steifer, unsicherer Gang
- Übererregbarkeit
- Fieber
- Krampfanfälle
- Bewusstseinsstörungen
Eklampsie ist immer ein medizinischer Notfall.
Was tun bei Verdacht auf Eklampsie?
Bei ersten Anzeichen sollte keine Zeit verloren werden.
Wichtig:
- sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen
- keine Eigenbehandlung durchführen
- Säugen der Welpen pausieren, bis eine tierärztliche Einschätzung erfolgt ist
Eine schnelle Behandlung ist entscheidend für das Überleben der Hündin.
Warum ist Milchfieber so gefährlich?
Unbehandelt kann Eklampsie zu:
- schweren Krampfanfällen
- Kreislaufzusammenbruch
- Organversagen
- lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Je früher reagiert wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Aufmerksamkeit in der Zeit nach der Geburt
Nicht jede Eklampsie lässt sich verhindern. Eine aufmerksame Beobachtung der Hündin nach der Geburt ist deshalb besonders wichtig.
Achten Sie auf:
- plötzliche Wesensveränderungen
- Unruhe oder Zittern
- verändertes Säugeverhalten
- ungewöhnliche Nervosität
Im Zweifel gilt: lieber einmal zu früh reagieren als einmal zu spät.
Begleitung als Hundehebamme
Als Hundehebamme begleite ich Sie in der sensiblen Zeit nach der Geburt. Ich unterstütze Sie dabei, Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen und richtig einzuordnen, und empfehle bei Verdacht auf Eklampsie umgehend eine tierärztliche Abklärung.



