Mastitis (Gesäugeentzündung) bei der Hündin
Früh erkennen – richtig reagieren – fachlich begleiten
Die Mastitis bei der Hündin ist eine entzündliche Erkrankung der Milchdrüsen, die meist während der Säugezeit auftritt. Sie kann sich rasch entwickeln und sowohl für die Mutterhündin als auch für die Welpen belastend werden. Eine frühzeitige Erkennung ist daher besonders wichtig.
Was ist eine Mastitis bei der Hündin?
Als Mastitis bezeichnet man eine Entzündung einer oder mehrerer Milchleisten. Sie entsteht häufig im Zusammenhang mit der Milchproduktion und dem Säugen der Welpen.
Häufige begünstigende Faktoren sind:
- Milchstau, z. B. durch ungleichmäßiges Säugen
- bakterielle Infektionen, oft über kleinste Verletzungen oder Risse an den Zitzen
- unregelmäßiges oder ineffektives Trinken der Welpen
- große Würfe oder sehr hohe Milchleistung
Tierärztliche Fachquellen betonen, dass eine Mastitis nicht abgewartet werden sollte, da sich die Entzündung schnell verschlimmern kann.
Typische Symptome einer Mastitis
Bitte achten Sie besonders auf folgende Warnzeichen:
- Rötung, Überwärmung oder Schwellung einzelner Zitzen
- verhärtete, knotige oder schmerzhafte Bereiche im Gesäuge
- deutliches Unwohlsein oder Abwehr bei Berührung
- veränderte Milch (z. B. gelblich, flockig oder blutig)
- Fieber, Mattigkeit oder reduzierte Futteraufnahme
- Welpen trinken unruhig oder meiden bestimmte Zitzen
Treten solche Veränderungen auf, sollte die Hündin zeitnah tierärztlich untersucht werden.
Warum entsteht eine Gesäugeentzündung nach der Geburt?
Aus fachlicher Sicht spielen vor allem folgende Faktoren eine Rolle:
- Eindringen von Keimen über kleine Hautverletzungen
- überfüllte Milchdrüsen durch unzureichende Entleerung
- mangelnde Hygiene im Wurfbereich
- körperlicher Stress oder ein geschwächtes Immunsystem
Eine regelmäßige Kontrolle des Gesäuges hilft, Veränderungen frühzeitig zu bemerken.
Was Sie als Hundehalter:in unterstützen können
Als Hundehebamme begleite ich Sie dabei, Ihre Hündin aufmerksam und ruhig zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem:
Tägliche Kontrolle der Milchleisten
Achten Sie auf Verhärtungen, Druckempfindlichkeit oder optische Veränderungen.
Sauberer, trockener Wurfplatz
Eine gute Hygiene reduziert das Risiko für aufsteigende Infektionen.
Gleichmäßiges Anlegen der Welpen
So kann einem einseitigen Milchstau vorgebeugt werden.
Beobachtung des Allgemeinzustands
Frisst die Hündin normal? Wirkt sie erschöpft oder verändert? Diese Signale sind wichtig.
Diese begleitenden Maßnahmen ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.
Bilder einer Mastitis bei der Hündin – typischer Verlauf
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Wann ist ein Tierarztbesuch erforderlich?
Bei Verdacht auf Mastitis gilt:
Eine akute Gesäugeentzündung gehört immer in tierärztliche Hände.
Nur der Tierarzt kann:
- die genaue Ursache feststellen
- über eine notwendige medikamentöse Behandlung entscheiden
- beurteilen, ob und wie die Welpen weiter trinken dürfen
Meine Arbeit als Hundehebamme ergänzt die tierärztliche Versorgung – sie ersetzt sie nicht.
Begleitende Unterstützung durch Ihre Hundehebamme
Ich unterstütze Sie dabei,
- frühe Anzeichen einer Mastitis zu erkennen
- das Gesäuge korrekt zu beobachten
- das Säugeverhalten der Welpen einzuordnen
- Stress im Wurfumfeld zu reduzieren
- die Mutterhündin fachlich und ruhig zu begleiten
Eine aufmerksame Begleitung schützt das Wohlbefinden der Hündin und fördert die gesunde Entwicklung der Welpen.







